Grußworte des 1. Vorsitzenden

50 Jahre 1. Fußballclub Sachsen, ein Grund zum Feiern!


50 Jahre FCS, das sind fünfzig Jahre Geschichte der Gemeinde Sachsen, das sind fünfzig Jahre sportliche und gesellige Ereignisse, das sind fünfzig Jahre Arbeit im Jugend-, Erwachsenen- und Seniorenbereich, das sind fünfzig Jahre Siege und Niederlagen, das sind fünfzig Jahre Erfolge und Misserfolge, das ist fünfzig Jahre persönlicher Einsatz zahlreicher Männer und Frauen, das sind fünfzig Jahre ehrenamtlicher Einsatz für die Gemeinschaft.

Fünfzig Jahre 1. FC Sachsen sind Grund genug, gebührend gefeiert zu werden.

Die sieben Abteilungen, die sich im Laufe dieser Jahrzehnte innerhalb des FCS behaupten konnten, bieten für jedes Alter und jede Neigung einen gesunden Ausgleich zum beruflichen und schulischen Leben. Unsere Sportlerinnen und Sportler vertreten die Farben des FCS im Fußball, im Tennis, im Tischtennis, im Rhönradturnen, im Skiteam, als Gymnastik- und Neigungsgruppe.

In diesen fünfzig Jahren hat sich der 1. FC Sachsen von einem Fußballclub zu einem Breitensportverein mit 900 Mitgliedern entwickelt, davon sind mehr als 350 Jugendliche. Wir versuchen unserem Nachwuchs ein vielschichtiges Vereinsleben zu präsentieren, welches den Kindern und Jugendlichen sowohl eine gute Perspektive zur Entwicklung ihrer individuellen Fähigkeiten bietet, als auch ihr Sozialverhalten positiv durch den Sport fördert.

Doch nicht nur bei den Mitgliederzahlen hat es Veränderungen gegeben, gesellschaftliche Veränderungen bedürfen gleichzeitig Veränderungen in den Sportvereinen als einem Teilbereich der Gesellschaft.

Der abrupte Wandel, mit dem der Einzelne seine Lebensführung - und damit auch seine sportlichen Aktivitäten - aus sich heraus bestimmen konnte, hat andere gesellschaftlichen Probleme deutlich werden lassen. Von diesen Problemen blieben die Sportvereine auch nicht verschont.
Der allgemein beklagte Wertewandel in unserer Gesellschaft lässt sich anschaulich am Beispiel des Ehrenamts im Sport belegen.

War es früher eine Ehre, für seinen Verein aktiv zu sein, ohne dafür materiell entlohnt zu werden, reicht es heute nicht mehr aus, gesellschaftliche Anerkennung in Form von Ehrungen oder Dankesschreiben auszudrücken. Immer häufiger wird in Form einer Kosten-Nutzen-Analyse nüchtern der persönliche Aufwand dem Vorteil gegenübergestellt, den der Sportverein vor den eigenen Aktivitäten hat. Die sportliche Gemeinschaft, so es diese überhaupt noch gibt, wird von vielen Mitgliedern nicht mehr als ein Wert angesehen, der den ehrenamtlichen Einsatz, notfalls "rund um die Uhr" rechtfertigt. Das Gemeinschaftsgefühl, das es in den Gründerjahren der Sportvereine gegeben hat, das fast alle Schwierigkeiten im Geist der Sportkameradschaft überwinden konnte, ist heute vielfach nicht mehr vorhanden.

Die Vereine finden zwar Zulauf unter dem Motto "Sport für alle", aber mit zunehmenden Mitgliederzahlen sinkt die Bereitschaft zur Beteiligung am gemeinsamen Vereinsleben oder zur Übernahme von Aufgaben. Jeder pflegt seinen individuellen Lebensstil und versucht nach seiner Fasson selig zu werden.
Der von den Medien gepflegte Starkult öffnet zusätzlich Gräben, die sich zwischen einzelnen Sportarten, aber auch zwischen dem Leistungssport auf der einen und dem Breitensport auf der anderen Seite aufgetan haben.
Solche Gräben zu schließen wäre die Aufgabe für alle ehrenamtlichen Kräfte in den Sportvereinen. Wir wollen deshalb unsere ganze Kraft darauf verwenden, diese ehrenamtlichen Leistungen zu stärken und vor allem in der Öffentlichkeit positiv darstellen.

In den nächsten Jahren wollen wir einen "Aufbruch in den Köpfen" herbeiführen, um die Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können. Wir brauchen in unseren Köpfen neue Phantasie, Kreativität und Leistungsbereitschaft. Nur damit lässt sich ein moderner Sportverein auch in den nächsten fünfzig Jahren erfolgreich führen. Wir müssen auch in manchen Dingen moderner urteilen, über neue Sportarten nachdenken und diese auch fördern, um nicht in altem Mief, die neue moderne Zeit zu verpassen.
In den Abteilungen und auch im Hauptausschuss wird bereits über Neuerungen nachgedacht und wir sind sicher, dass wir auch hier die Zeichen der Zeit richtig erkennen.

Damit werden wir auch die nächsten 50 Jahre meistern, und der 1. FC Sachsen wird auch weiterhin steigende Mitgliederzahlen aufweisen!

Dem 1. FC Sachsen wünsche ich eine weitere stetige Aufwärtsentwicklung, genügend Übungsleiter und Betreuer, die sich insbesondere der Jugend annehmen, und den geplanten Jubiläumsveranstaltungen einen guten Verlauf.

Alfred Schmidt
1. Vorsitzender

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